Wie leistungsfähig kann Künstliche Intelligenz sein, wenn sie direkt auf einem Computer in der Schule läuft? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Projekt „Lokale KI-Anwendungen entdecken!“ am Helmholtz-Gymnasium Zweibrücken.
Seit November 2025 erprobten Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Lehrkräften verschiedene Möglichkeiten, KI lokal und damit unabhängig von kostenpflichtigen Online-Angeboten zu nutzen. Getestet wurden unter anderem Bildgenerierung und -bearbeitung, Sprachmodelle, Musik- und Audioerzeugung sowie Videogenerierung.
Dabei wurde schnell deutlich: Lokale KI kann bereits erstaunlich viel – hat aber auch ihre Grenzen. Während Bilder, Musik und Texte in überschaubarer Zeit erzeugt werden konnten, zeigte sich bei der Videogenerierung, wie stark die benötigte Rechenleistung die Möglichkeiten bestimmt. Auch unterschiedliche KI-Modelle lieferten bei gleichen Aufgaben teilweise deutlich unterschiedliche Ergebnisse.
Ein wichtiger Aspekt des Projekts war außerdem der Datenschutz. Bei lokal arbeitenden KI-Systemen können Daten innerhalb der schulischen Umgebung verarbeitet werden. Gleichzeitig konnten die Schülerinnen und Schüler erleben, welche Bedeutung Modelle, Einstellungen, Rechenzeit und Hardware für die Ergebnisse einer KI haben.
Die lokale KI wurde dabei nicht nur im Informatik-Leistungskurs eingesetzt. Auch Schülerinnen und Schüler aus weiteren Oberstufenkursen, der Sekundarstufe I und der Ganztagsschule nutzten die Möglichkeiten für eigene Projekte – beispielsweise zur Erstellung von Songs oder kreativen Bildideen.
Besonders positiv wurde von den Schülerinnen und Schülern aufgenommen, dass die KI allen innerhalb der Schule unabhängig von der finanziellen Ausstattung des Elternhauses zur Verfügung steht und ohne zusätzliche Abonnementkosten oder individuelle Nutzungslimits ausprobiert werden kann.
Das Projekt wurde im September 2026 mit einem öffentlichen einstündigen Livestream über Twitch vorgestellt. Außerdem erschien ein Artikel über das Projekt auf der Schulhomepage.
Und es geht weiter: Der eingesetzte Mac Mini ist inzwischen dauerhaft im digitalen Makerspace des Helmholtz-Gymnasiums integriert und steht dort auch zukünftig als lokale KI-Station für Unterricht, Projekte und eigene Experimente zur Verfügung.
Das Projekt wurde durch die RÜTGERS Stiftung gefördert, ohne die das Projekt in dieser Art und Weise nicht möglich gewesen wäre. Vielen Dank!
